Waschbär hat gravierenden Einfluß

Nach einer Veröffentlichung des Deutschen Jagdverbandes forscht die Goethe- Universität Frankfurt an gebietsfremden inversiven Arten. Das Projekt wird vom Landesjagdverband Hessen begleitet.

Untersucht wird beispielsweise das Gesundheitsrisiko für die Bevölkerung sowie für Nutz- und Haustiere. Ein Ergebnis ist etwa die Erkenntnis, dass sich die Parasitenfracht verändert, zum  Beispiel durch die Waschbärspulwürmer, eine durch den Waschbären nach Europa eingeschleppte Parasitenart. Der Fadenwurm ist auf den Menschen übertragbar.  Seine Eier werden über den Waschbärkot ausgeschieden und verbreitet. Waschbären sind auch Wirte für bestimmte Viren, die Tollwut und Staupe auslösen. Das Erregerspektrum des Marderhundes ähnelt dem des Waschbären, zusätzlich gilt er als Endwirt des Fuchsbandwurms.

Darüber hinaus konnte festgestellt werden, dass der Waschbär lokal gravierende Auswirkungen auf Amphibien, wie etwa die Erdkröte hat, die sogar bestandsbedrohend sind. Waschbären spezialisieren sich regelrechtauf diese Nahrungsquelle. Sie nutzen ihre Vorderextremitäten und häuten die Erdkröten. Damit sind die Giftdrüsen unschädlich und die Beute wird von hinten her aufgefressen.  Auch konnte erstmals nachgewiesen werden, dass der Waschbär die stark gefährdete und unter  strengem Naturschutz stehende Gelbbauchunke als Nahrungsquelle regional nutzt.

Aktuell wird erforscht, ob Arten wie Waschbär und Marderhund auch als Reservoir für unterschiedliche Viren fungieren können. Hierzu benötigen die Forscher der Universität Frankfurt Blutproben von Marderhund und Waschbär sowie tiefgefrorene Marderhunde und Minke.

Wer das Projekt unterstützen möchte – weitere Projekte sind geplant- findet ab Januar 2022 Informationen unter www. ZOWIAC.eu.

Das Tierfund-Kataster

Das Tierfund-Kataster welches der LJV Schleswig-Holstein und die Christian-Albrechts- Universität zu Kiel in Leben gerufen haben und welches der DJV 2016 auf ganz Deutschland ausgeweitet hat, ermöglicht eine bundesweit einheitliche und Standortgenaue Erfassung von Wildunfällen und anderen Tierfunden. Diese werden in einer zentralen Datenbank gesammelt und von Wissenschaftlern der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel geprüft und ausgewertet.

Ziel des Projekts ist es, Wildunfallschwerpunkte zu ermitteln und diese langfristig zu entschärfen. Zudem helfen die erfassten Daten bei der Erkennung und Eindämmung von Tierseuchen und liefern Daten zu Todesursachen wie Zäunung, Windkraftanlagen oder Schienen.

Das Projekt richtet sich nicht nur an Jägerinnen und Jäger, sondern an alle Bürgerinnen und Bürger, die etwas für den Tierschutz und die Sicherheit auf Deutschlands Straßen tun wollen. Nach einer einmaligen Registrierung können die Tierfunde von zu Hause aus über den Desktop oder über eine kostenlose App, die über die Stores von Google und Apple erhältlich sind, gemeldet werden. Unabhängig von diesen Meldeoptionen ist das Tierfund-Kataster für Dritte auch einseh- und auswertbar. Die Ergebnisse lassen sich als interaktive Karten, Diagramme oder Tabellen anzeigen. Filterfunktionen ermöglichen eine Auswahl etwa nach Art, Todesursache, Fundort und Fundjahr.

Weitere Einzelheiten sind unter www.tierfund-kataster.de zu finden.

Registrieren-mitmachen-Leben retten!

WILD-Monitoring

Das Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands(WILD) ist ein bundesweites Monitoring-Programm des Deutschen Jagdverbandes e.V. (DJV) und seiner Landesjagdverbände (LJV) mit den Daten zum Vorkommen, zur Häufigkeit (Bestandsdichte) und Bestandsentwicklung von Wildtieren erhoben werden. WILD wird seit 2001 betrieben und stellt nach den Ausführungen des DJV „ einen dauerhaften Baustein der ökologischen Umweltbeobachtung dar und steht für einen transparenten Umgang mit wissenschaftlich abgesicherten Daten.“

Wichtigstes Ziel ist die Dokumentation von Wildtierpopulationen, um daraus Strategien für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von Wildtieren zu entwickeln. Zudem habe das WILD-Projekt einen hohen Stellenwert für die Reputation von Jagd und Jägern in Politik, Wissenschaft sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, so der DJV.

Die Revierinhaber erheben die Daten ehrenamtlich nach wissenschaftlichen Methoden und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Wildtierpopulationen.

Die Datenerhebung WILD beruht sowohl auf Wildtierzählungen in Referenzgebieten als auch auf Bestandsschätzungen, den sogenannten flächendeckenden Erfassungen in möglichst allen Jagdbezirken Deutschlands.

Jeder Revierinhaber innerhalb der Gemeinde Much wird daher aufgerufen, sich aktiv an der Einschätzung seines Wildbestandes über die flächendeckende Erfassung zu beteiligen.

Möglich ist dies ganz einfach über einen digitalen Erfassungsbogen oder über ein PDF-Formular auf der Homepage des DJV unter Forschung/ Aufklärung/WILD-Monitoring.

Rehseuche

Zu Heft 11/ 2021 des „Rheinisch-Westfälischer Jäger“

Hierin wurde über eine Haarseuche bei Rehwild berichtet. Die betroffenen Stücke weisen auffällige haarlose Körperstellen auf. Im Einzelfall können verschiedene Parasiten die Ursache sein, grundsätzlich wird aber eine durch einen Mangel an Zink und Kupfer verursachte Stoffwechselstörung als Ursache der Haarseuche vermutet. Diese äußert sich durch flächigen Haarbruch und haarlose Stellen mit schuppiger Haut, entstanden durch die Auflösung der inneren Haarstrukturen. Nach dem Inhalt des Beitrags liege die Ursache für den Mangel darin, dass in vielen Gebieten Deutschlands der Gehalt besagter Elemente in dort vorhandenen Futterpflanzen geringer geworden ist.

Ob eine solche Entwicklung in den Revieren der Gemeinde Much zu befürchten ist oder bereits stattgefunden hat ist wissenschaftlich nicht untersucht. Unabhängig davon können Jäger durch zusätzliche Bereitstellung von Spurenelementen vorbeugen. Die Verfasserinnen des Beitrags im RWJ weisen darauf hin, dass spezielle Lecksteine neben Salz auch eine ausgewogene Mischung an Mineralien und Spurenelementen wie Zink und Kupfer enthalten.

Der Hegering bittet die Jägerinnen und Jäger als Präventivmaßnahme daher  zukünftig bei der Anschaffung von Lecksteinen darauf zu achten,  dass diese die besagten Elemente enthalten.

Abschließend wird wie in dem Artikeldarauf hingewiesen, dass eine Notwendigkeit zum Abschuss betroffener Stücke nur aufgrund der Haarprobleme nicht besteht, da die Krankheit weder ansteckend noch schmerzhaft für die Tiere ist.

Neuer Vorstand im Hegering Much

Während der Jahreshauptversammlung  des Hegerings Much e.V.- der Vereinigung der lokalen Jägerschaft-, fanden am 8. Oktober 2021 Neuwahlen des Vorstands statt.

Der alte Vorstand war nicht mehr angetreten, um einem sich neu bildenden Team den Weg zu ebnen.

Nach kurzer Diskussion ist es in der Versammlung zu  guten Lösungen gekommen.

Mit Elke Karsch als Hegeringleiterin und Achim Adam als Schatzmeister sind zwei „altgediente“ Vorstände dabei. Mit Frank vom Scheidt als stellvertretendem Hegeringleiter und Sylvia Hirmer als Schriftführerin kommt frischer Wind in die Vorstandsgruppe.

Sehr erfreulich ist, dass sich bereits während der Versammlung mehrere Hegeringmitglieder zur aktiven Mitarbeit bereiterklärt haben. Ein Grund dafür könnte die Auflösung alter Strukturen sein. Waren bisher einzelne Obleute alleine für bestimmte Schwerpunkte in der Arbeit des Hegerings verantwortlich, wird nun  eine Aufteilung in Fachbereiche angestrebt, die mit mehreren Personen besetzt werden können. Die Flexibilität der Teams soll zu einer innovativen und zielgerichteten Erledigung der anstehenden Aufgaben beitragen.

Eine große Herausforderung für die nächsten Jahre wird das Thema der Wiederaufforstung der Kahlflächen sein.

Die Jägerschaft ist sich der Sorgen der Waldbesitzer um den Verbiss der frisch gepflanzten Kulturen bewusst. Sicherlich wird je nach Situation an bestimmten Aufforstungsflächen eine intensivere Bejagung des Wildes erforderlich werden. Jedoch ist ein angepasster, artenreicher Wildbestand in unserer ländlichen Gemeinde ein Stück Natur das auch zu schützen ist, weshalb sich ein strikter Abschuss verbietet. Die Erhaltung der Biodiversität ist auch erklärtes Ziel der Bundesregierung.

Die Bejagung der Reviere mit Aufforstungsflächen oder Kahlschlägen, die mit Brombeer- und Springkrautbewuchs zu undurchdringlichen Dickungen werden, wird nicht einfach werden. Gut ausgebildete Jagdhunde zur Unterstützung der Jäger sind zwingend erforderlich. Um dieses Thema kümmert sich zukünftig der Fachbereich „Hundewesen“ im Hegering Much.

Die Verteter der Forstbetriebsgemeinschaft Much Norbert Büscher und Mario Trömpert sowie Günter Schlimbach von der Jagdgenossenschaft Much waren sich einig. Man muss gemeinsam mit den Jägerinnen und Jägern Lösungen finden!

Der Wildschadensgutachter Herr Stommel erklärte in seinen Ausführungen, dass es hier der Gesprächsbereitschaft und Kompromissfähigkeit von Waldbesitzern und Jägern bedarf um gerechte Lösungen zu finden.

Weitere Aufgaben in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Öffentlichkeitsarbeit und Bildung sowie Brauchtum und Schießwesen  stehen auf der Agenda des Vorstands und der Hegeringmitglieder. Nach der langen Zeit der Pandemie freut man sich wieder aktiv werden zu können.

Ein ganz herzliches Dankeschön gilt  Thomas Matzik. Er hat in seiner Amtszeit als Hegeringleiter in den letzten vier Jahren viel Arbeit in die Digitalisierung der Unterlagen des Hegerings gesteckt.

Elke Karsch

Hegeringleiterin

Gruß an die Mitglieder

Liebe Jagdfreunde,

wir hoffen dass Ihr das neue Jagdjahr gut begonnen habt und vielleicht das ein oder andere Stück strecken konntet.

Liebe Mitglieder des Hegerings Much, wir möchten uns sehr herzlich bei Euch bedanken, dass Ihr dem Hegering trotz der schwierigen Bedingungen der letzten Monate die Treue gehalten habt.

Wir sind gerade dabei unsere Arbeit neu aufzustellen. Hegeringfest und gemeinsame Schießtermine werden zurzeit neu organisiert und sobald diese feststehen werden wir sie hier veröffentlichen.

Die EU Datenschutz-Grundverordnung

Seit dem 25.05.2018 muss jeder Betreiber einer Internetseite eine Datenschutzerklärung zum Betrieb seiner Internetseite hinterlegen.

Der Hegering Much e.V. betreibt seine Internetseite im Kontext des Landesjagdverband NRW und somit gilt für den Hegering Much e.V. dessen Datenschutzverordnung.

Diese Erklärung finden Sie ganz oben auf jeder unserer Seiten unter dem Stichwort „Datenschutz„.

Hegering Much e.V.